• Anja Roth

Ideen teilen, Kräfte bündeln – CSR von der Theorie in die Praxis

Netzwerk Gesellschaftliche Verantwortung der IHK Rhein-Neckar – CSR-Frühstückspause digital mit Kai Zimmermann und der ZENAGA gGMBH aus Sinsheim.



Wie kann es gelingen, Gutes in der Welt zu tun und den Wandel anzustoßen und umzusetzen, den jede und jeder von uns gerne sehen möchte? Diese Fragen behandelte im September die digitale CSR-Frühstückspause; ein neues virtuelles Veranstaltungsformat, das die Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar seit Juli im Livestream anbietet.


Kai Zimmermann, Präsident und Geschäftsführer der gastgebenden Organisation, stellte seine Zenaga Foundation gGmbH vor und legte dar, inwiefern gemeinnützige Initiativen im Allgemeinen und die Zenaga im Besonderen als Türöffner für Unternehmen dienen können, wenn diese sinnvoll, wirksam und strategisch ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden wollen. Auch die Frage nach den Erfolgs- und Risikofaktoren von Engagement wurde thematisiert.


Türöffner für Unternehmen

Schnell wurde klar: Menschen müssen sich zusammen tun, um einen spürbaren Impact auf große und komplexe Problemstellungen zu erwirken. Unternehmen - insbesondere der Mittelstand - sind da meist auf Unterstützung angewiesen. Es sprengt die Möglichkeiten, neben der eigenen unternehmerischen Wertschöpfungskette ausufernde Ressourcen in das Aufspüren, Erkennen, Bewerten und Kommunizieren geeigneter Einsatzgebiete und möglicher Hilfsansätze zu investieren. Zudem braucht es dauerhaft viel Energie und Engagement, um aus einem potentiellen Ansatz eine tragfähige unternehmerische CSR-Strategie zu entwickeln.


„Gemeinnützige Initiativen reichen uns dabei die Hand“, erklärte Zimmermann. „Sie entwickeln Ideen und Angebote auf Grund eigener Erfahrungen, intensiver Recherchen und gründlicher Vor-Ort-Expertise. Meistens spielen auch noch persönliche Motivation und Herzblut eine Rolle für die Auswahl und die Entwicklung besonderer Unterstützungsmaßnahmen.“


Mit Herzblut agiert auch Zimmermann. Dank seiner technisch-kaufmännischen Berufsausbildung und einem großen Erfahrungsschatz in den Bereichen Energie und Klima, ist er der richtige Mann, um mit technischen Ansätzen die Welt zu verbessern. Thematisch stieg sein Vortrag über den Klimawandel ein. Zimmermann veranschaulichte, wo in der Welt die Zenaga tätig ist und mit welcher Vision, welchen Schwerpunkten und welchen Bausteinen sie anpackt, um zur Linderung oder Beendigung von Notlagen beizutragen.


In der Heimat leben können

Kerngebiet von Zenaga ist Afrika. Ein Kontinent, viele Länder, zahllose Herausforderungen. Bei der Umsetzung ihrer Vision setzt die Zenaga ausdrücklich auf Zusammenarbeit. „Es gibt keine Entwicklungshilfe mehr“, so Zimmermann. „Wir leben eine Entwicklungs-Zusammenarbeit bei welcher beide Seiten voneinander lernen. Industriestaaten und Entwicklungsländer erreichen einander besser und arbeiten effektiver über den Dialog und den Transfer von Technik und Know-how.“ Hier setzt Zenaga kompetent, sensibel, aber auch ganz pragmatisch zahlreiche verschiedene Projekte an.


Mit der Perspektive „In der Heimat leben können“ ergeben sich zum Beispiel sehr praxisnahe Maßnahmen aus dem thematischen Dreiklang Frauen – Gesundheit – Wasser. Die Stellung der Frauen in Afrika stellt eine anspruchsvolle Aufgabe zwischen Familie, Erziehung und Landwirtschaft dar. Trotzdem wird Gleichberechtigung in wesentlichen Teilen nicht gelebt. Was hilft den Frauen wirklich? Ein kleines Video gab eine Antwort.


Und um es zum Abschluss noch mal ganz praktisch werden zu lassen, warb Kai Zimmermann für seine Einkaufsoptimierung. „Macht aus jedem Einkauf eine gute Tat. Es wird dadurch keinen Cent teurer!“, war sein Appell an alle, beim nächsten Online-Shopping bei Otto, Amazon und vielen anderen Anbietern über ein automatisiertes Spendenportal zu gehen.

Eine interessierte Diskussion im Anschluss griff noch einmal die Frage auf, wie es Unternehmen gelingen kann, sich sinnvoll und tatkräftig übers Jahr einer gesellschaftlichen Verantwortung zu stellen, statt nur aus gegebenem Anlass zur Weihnachtszeit über eine Einmalspende nachzudenken.


Über Zenaga Foundation gGmbH

Die Zenaga Foundation gGmbH ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Sinsheim, die von Kai Zimmermann gegründet (wann?) wurde, um den Dialog und den Transfer von Wissen und Technik zwischen Deutschland, seinen Akteuren und den Akteuren in anderen Ländern auszubauen und so die jeweiligen ökonomischen und ökologischen Herausforderungen über technische Lösungsansätze gemeinsam anzupacken.

Zenaga vermittelt und verwirklicht zahlreiche Handlungsoptionen so praxisnah wie möglich, damit durch konsequente Umsetzungen in Privathaushalten, Firmen und Kommunen ein Effekt zum Nutzen aller entsteht. Das Potenzial liegt im Austausch von Wissen, der Darstellung der technischen Möglichkeiten sowie der Realisierung von Projekten.

Damit gelingt es Zenaga, echte Bedarfe von Familien, Unternehmen und Städten zu erkennen und das Vertrauen der Menschen zu gewinnen, die Unterstützung brauchen. Für ihre Arbeit gilt die zentrale Vision: „In der Heimat leben können“.


Über das IHK-Netzwerk Gesellschaftliche Verantwortung

Die IHK Rhein-Neckar versteht sich als Mitmach-Organisation und organisiert sich dafür in thematisch angelegten Netzwerken. Hier bringen sich Menschen ein und setzen Impulse für ihre Branche, die Wirtschaft insgesamt und die Zukunft der Region. Ziel des Netzwerks für gesellschaftliche Verantwortung ist es, soziales, kulturelles und ökologisches Engagement von Firmen sichtbar zu machen, den Austausch zum Thema Corporate Social Responsibility (CSR) in der Metropolregion Rhein-Neckar zu fördern und Fachwissen rund um die Schwerpunkte gesellschaftlicher Verantwortung in Unternehmen zu vermitteln.


Zu den Frühstücksveranstaltungen bei wechselnden Gastgeber*innen treffen sich Gäste aus dem Netzwerk mehrmals im Jahr zum Austausch und zur gegenseitigen Vorstellung ihrer Konzepte. Aktuell findet das Format als digitale Frühstückspause ausschließlich als Livestream statt. Die Teilnahme ist kostenlos.


Info: Wer noch nicht zum IHK-Netzwerk angemeldet ist, kann dies unter www.rhein-neckar.ihk24.de/netzwerk-gesellschaftlicheverantwortung vornehmen.


Organisation, Kuratieren und Kommunikation @Anja Roth für die IHK Rhein-Neckar


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