• Anja Roth

Das passt - wie Stiftungen und Unternehmen zusammen wirken

Netzwerk Gesellschaftliche Verantwortung der IHK Rhein-Neckar – CSR-Frühstückspause digital mit der Metropolregion Rhein-Neckar MRN

Für die Zukunft des Planeten sollten wir alle an einem Strang ziehen – das wäre die effektivste Art, sinnvoll und nachhaltig zu wirtschaften und zu leben. Dass es durchaus Netzwerke und Partnerschaften gibt, die trotz oder auch wegen unterschiedlicher Perspektiven gemeinsam in diesem Sinne agieren können und wollen, zeigte das CSR-Frühstück der IHK und des ZMRN e. V. vom September. Für das Netzwerk „Gesellschaftliche Verantwortung“ brachten drei Impulsgeber aus der Stiftungslandschaft der Metropolregion Rhein-Neckar ihre Konzepte und Angebote den Unternehmerinnen und Unternehmern im Rahmen der Online-Veranstaltungsreihe näher.

Praktische Ideen des Zusammenwirkens

„Eigentum verpflichtet - und Reichtum noch viel mehr!“ so begann Heike Bauer, Leiterin der Dietmar Hopp Stiftung, die Vorstellung ihrer Stiftung, die allgemein für großzügiges Engagement in der Metropolregion Rhein-Neckar bekannt und geliebt ist. Die Stiftung fördert vornehmlich in fünf Bereichen: Jugendsport, Medizin, Soziales, Bildung, Klimaschutz. Alle Aktivitäten und Förderprojekte sind dabei sehr sinnvoll aufeinander abgestimmt. Für noch größere Wirkung lobt die Stiftung praktische Ideen des Zusammenwirkens aus, indem sie gemeinnützige Organisationen unterstützt und den Unternehmen damit wertvolle Anknüpfungspunkte liefert, die eigene unternehmerische Verantwortung aufbauend, ergänzend – in jedem Falle sinnvoll - einzubringen. Dargestellt an zwei Beispielen, dem Anpfiff ins Leben e.V. und der Joblinge gAG machte Bauer deutlich, wie gemeinsames Engagement hier gedacht und gemeinsam umgesetzt wird.


Das Ende der Wohltaten

Uwe Amrhein, Leiter Röchling Stiftung GmbH sowie Mitgründer und Vorsitz Stiftung Bürgermut, bringt das Thema von einer ganz anderen Seite in die Frühstücksrunde. „Man kann darüber lästern, dass der Begriff Purpose/Sinn gerade als Modewort durch viele Chefetagen geistert, denn das Wort eignet sich gut fürs Fachsimpeln an Konferenztischen und in Zoom-Räumen“, so Amrhein. Dahinter steckt für ihn aber ein richtiger Gedanke: Das Unternehmen der Zukunft hat nicht Gewinnmaximierung als vorrangiges Ziel, sondern die Produktion von nachhaltigen Waren und Dienstleistungen, die gesellschaftlichen Nutzen stiften. Wenn das wirklich gelingt, können strategische Partnerschaften zwischen Wirtschaft und Zivilgesellschaft zum Standard für unternehmerischen Erfolg werden. Die Grenzen zwischen kommerziellem Handeln und nicht-kommerziellem gesellschaftlichem Engagement würden sich auflösen. Welche Anzeichen er für diese Entwicklung sieht, erklärte er in seinem Impulsvortrag.


Das Beste aus beiden Welten

Die Lage in der Corona-Krise trifft Kinder und Jugendliche hart – und zwar in mehrfacher Hinsicht: Sie werden nicht gehört, es gibt keine stabilen Beteiligungsstrukturen und wer in Armut aufwächst, hat oft keinen verlässlichen Zugang zur digital angebotenen Bildung.

„Damit sich das ändert, müssen Kinder- und Jugendrechte endlich konsequent umgesetzt werden“, forderte Elisabeth Schmiedel, Leiterin Fundraising der Karl Kübel Stiftung, im Sinne der Stiftung. „Deshalb fördern wir Familien und Bildung bzw. bekämpfen Armut und soziale Ungleichheiten. Vereinte Kräfte aus Gesellschaft und Wirtschaft können hier noch viel mehr schaffen.“ Dank Kreativität, Pragmatismus und zahlreichen organisatorischen Schnittstellen, machen es die Konzepte der Stiftung den Unternehmen attraktiv und möglich, in die gemeinsame Unterstützungsarbeit einzusteigen.


Großes Interesse fanden die unterschiedlichen Impulse der Stiftungen bei den Frühstücksgästen. Viele Unternehmen sind noch auf der Suche nach den passenden Konzepten, die zu ihrer Unternehmenskultur und ihren Möglichkeiten passen. Jedes Mal das Rad neu zu erfinden, macht da keinen Sinn, so der Konsens. Die Angebote der Stiftungen können Orientierung bieten und aufzeigen, wo Unternehmen ergänzend aktiv werden können. Weil sie es wollen und weil sie die Möglichkeiten dazu haben. Für Details und Anfragen von Unternehmen stehen die Ansprechpartner jederzeit gerne zur Verfügung.


Über die Impulsgeber*innen

Der gemeinnützige Verein Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar wurde 1989

gegründet. Gründungsmitglieder waren Heidelberg, Ludwigshafen und Mannheim,

die IHK für die Pfalz, die IHK Rhein-Neckar, der Verband Region Rhein-Neckar und

der Chemiekonzern BASF. Der Verein führt Projekte in eigener Trägerschaft durch

und stärkt den Dialog zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Aktuell entsteht

aus seiner Initiative das Stiftungsnetzwerk Rhein-Neckar.


Über das IHK-Netzwerk Gesellschaftliche Verantwortung

Die IHK Rhein-Neckar versteht sich als Mitmach-Organisation und organisiert sich dafür in thematisch angelegten Netzwerken. Hier bringen sich Menschen ein und setzen Impulse für ihre Branche, die Wirtschaft insgesamt und die Zukunft der Region. Ziel des Netzwerks für gesellschaftliche Verantwortung ist es, soziales, kulturelles und ökologisches Engagement von Firmen sichtbar zu machen, den Austausch zum Thema Corporate Social Responsibility (CSR) in der Metropolregion Rhein-Neckar zu fördern und Fachwissen rund um die Schwerpunkte gesellschaftlicher Verantwortung in Unternehmen zu vermitteln.

Zu den Frühstücksveranstaltungen bei wechselnden Gastgeber*innen treffen sich Gäste aus dem Netzwerk mehrmals im Jahr zum Austausch und zur gegenseitigen Vorstellung ihrer Konzepte. Aktuell findet das Format als digitale Frühstückspause ausschließlich als Livestream statt. Die Teilnahme ist kostenlos.


Weitere Infos sowie alle Aktivitäten des Netzwerks Gesellschaftliche Verantwortung finden sich ab sofort auf LinkedIn in einer eigenen Gruppe unter https://www.linkedin.com/groups/12498973/


Organisation, Kuratieren, PR und Moderation @Anja Roth für die IHK Rhein-Neckar


#csr_frühstück #csr_fruehstueck #ihk_rhein_neckar #gesellschaftliche_verantwortung #netzwerken #metropolregion #mrn #metropolregion_rhein_neckar#csr #corporate_social_responsibility