• Anja Roth

Bits und Bäume - digitale Nachhaltigkeit in der Praxis

Netzwerk Gesellschaftliche Verantwortung der IHK Rhein-Neckar – CSR-Frühstückspause digital mit der Transformation zur Nachhaltigkeit GmbH und criaton GmbH


Wie verändern sich unternehmerische bzw. gesellschaftliche Verantwortung und Nachhaltigkeitsmanagement im digitalen Wandel? Das war die Fragestellung zum digitalen CSR-Frühstück der Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar im Juli. Vier Impulsvorträge verschiedener Referenten und Referentinnen betrachteten aus verschiedenen Blickwinkeln die drei Säulen der Corporate Social Responsibility (CSR) im „Digitalzeitalter“, das – den besonderen Umständen geschuldet – in den letzten zwei Jahren besonders raumgreifend und rapide in allen Bereichen des (Arbeits-)lebens Fahrt aufgenommen hat.

Anke Trischler, Christina Kunkel, Sophie-Therese Rieke, Nico Wetsermann

Was kommt da auf uns zu?

Anke Trischler, Transformation zur Nachhaltigkeit GmbH, formulierte zuallererst die aktuelle „Initiative der Corporate Digital Responsibility“ der Bundesregierung, und was in deren Sinn nachhaltiges Wirtschaften in Zeiten der digitalen Transformation bedeutet. „Alle Unternehmen, die digitalisieren, sollten sich dieser Zusatzausprägung von CSR widmen, um den digitalen Wandel innovativ und verantwortungsvoll mitgestalten zu können. Eine Herausforderung und eine Riesenchance“, so die Einschätzung von Trischler, die CDR als Wettbewerbs- und Diversifizierungsmerkmal sieht – und nicht zuletzt als eine maßgebliche Führungsfrage.


„Das Internet ist für uns alle Neuland“

So hieß es noch 2013 von Angela Merkel. Wie viel weiter wir heute sind und welche Digitaltechnologien unseren Alltag bestimmen, listete Christina Kunkel von der Media School Hochschule Fresenius auf, um dann in die Runde zu fragen: „Welche Handlungsfelder assoziieren Sie mit nachhaltiger Digitalisierung?“ Die Antworten deuteten bereits an, was Kunkel bestätigen konnte: Digitalisierung ist nicht eine 4. Säule des CSR-Modells, das sich auf wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Faktoren stützt. Vielmehr entwickelt CSR neben der physischen auch eine digitale Relevanz. Das Modell wird also in den digitalen Raum übertragen. Wir müssen wahrscheinlich so ziemlich jeden einzelnen Aspekt neu denken, um gesellschaftliche Wirkung mit dem Nutzen für Unternehmen zu koppeln und darüber hinaus auf digitalem Wege zu realisieren. Für ein entsprechendes Win-Win könnte Corporate Digital Citizenship ein künftiger Schlüssel sein. Ideen dazu gibt es bereits viele.


Adieu Papier – echt jetzt?

Ganz einfach ist es nicht, den Unternehmensalltag konsequent nachhaltiger zu gestalten. Trotzdem gibt es durchaus Maßnahmen, die verblüffend nahe liegen und überzeugend umgesetzt werden können. Nico Westermann von der criaton GmbH in Mannheim digitalisiert Abläufe in Verwaltung, Vertrieb und Marketing. „Das Nachhaltigste ist das, was nicht produziert wird“, zitierte er und spielte damit an auf Tonnen von Papier, die in Form von Werbedrucksachen, Katalogen und Geschäftsdrucksachen verschickt und verteilt wurden und immer noch werden. Doch es tut sich etwas. Verantwortungsbewusste und nachwachsende Generationen von Zielgruppen finden digitale Alternativen attraktiv und nehmen innovative Technologien gerne an. „Wie wäre es mit einer komplett papierlosen Visitenkarte?“, fragte Westermann und bot seine sämtlichen Kontaktdaten direkt in seiner Präsentation als QR-Code an.


Digital für alle Fälle

Abschließend stellte Sophie-Therese Rieke von der Transformation zur Nachhaltigkeit GmbH konsequenterweise noch die Frage, wie Unternehmen ihr Engagement im Krisenfall digital sichtbar machen. Und damit meinte sie nicht die „eine Krise“, sondern beleuchtete 15 grundsätzlich verschiedene Handlungsfelder der Corporate Digital Responsibility, mit denen es gelingen kann, Krisen im Vorfeld abzufedern und im Ernstfall zu managen. „Man sollte immer gut vorbereitet sein“, ließ sich aus ihrem Impuls eindeutig entnehmen.


Über die Impulsgeber*innen

Die Transformation zur Nachhaltigkeit GmbH arbeitet und kommuniziert im interdisziplinären Netzwerk. Sie entwickelt Strategien, Konzepte, Aktionen rund um Nachhaltigkeit, initiiert Projekte mit sozial-ökologischer Wirkung und gestaltet Produkte mit tragfähiger Botschaft.


Die criaton GmbH bietet alles, was für mittelständische Unternehmens-Webseiten

wichtig ist. Sie entwickelt, gestaltet und programmiert digitale Erscheinungsbilder

mit Corporate-Design und individueller Funktionalität. Auch Suchmaschinenoptimierung und Online-Marketing gehören zu den durchweg digitalen Leistungen.


Über das IHK-Netzwerk Gesellschaftliche Verantwortung

Die IHK Rhein-Neckar versteht sich als Mitmach-Organisation und organisiert sich dafür in thematisch angelegten Netzwerken. Hier bringen sich Menschen ein und setzen Impulse für ihre Branche, die Wirtschaft insgesamt und die Zukunft der Region. Ziel des Netzwerks für gesellschaftliche Verantwortung ist es, soziales, kulturelles und ökologisches Engagement von Firmen sichtbar zu machen, den Austausch zum Thema Corporate Social Responsibility (CSR) in der Metropolregion Rhein-Neckar zu fördern und Fachwissen rund um die Schwerpunkte gesellschaftlicher Verantwortung in Unternehmen zu vermitteln.

Zu den Frühstücksveranstaltungen bei wechselnden Gastgeber*innen treffen sich Gäste aus dem Netzwerk mehrmals im Jahr zum Austausch und zur gegenseitigen Vorstellung ihrer Konzepte. Aktuell findet das Format als digitale Frühstückspause ausschließlich als Livestream statt. Die Teilnahme ist kostenlos.


Weitere Infos sowie alle Aktivitäten des Netzwerks Gesellschaftliche Verantwortung finden sich ab sofort auf LinkedIn in einer eigenen Gruppe unter https://www.linkedin.com/groups/12498973/


Organisation, Kuratieren, PR und Moderation @Anja Roth für die IHK Rhein-Neckar


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