• Anja Roth

Basis für aufrechte Entscheidungen - Haltung!

Netzwerk Gesellschaftliche Verantwortung der IHK Rhein-Neckar – CSR-Frühstückspause digital mit Johannah Illgner, Plan W, Heidelberg


Die Arbeitswelt verändert sich. Digitale Transformation, neue Technologien, Wandel in Familie und Gesellschaft – die Innovationszyklen werden immer kürzer, die Komplexität steigt kontinuierlich. Damit steigt auch der Druck auf Unternehmen, sich zu verändern, sich anzupassen, zukunftsfähig zu bleiben. Johannah Illgner, Inhaberin und Geschäftsführerin der Kommunikationsagentur Plan W, holte die Frühstücksgäste des Netzwerktreffens Gesellschaftliche Verantwortung ab und begleitete sie in Szenarien aktueller Arbeits- und Lebenswelten mit deren komplexen, sensiblen Herausforderungen. In Bezug auf ihren persönlichen Werdegang erläuterte die studierte Politikwissenschaftlerin, wo unternehmerische Verantwortung und nachhaltiges Wirtschaften eine Basis finden, auf der sie sich einordnen und authentisch werteorientiert entwickeln können.

Johannah Illgner von Plan W, Heidelberg

Wandel als Prozess verstehen

Wandel ist immer. Er hat keinen eindeutigen Anfang und es ist kein absehbares Ende zu erwarten. Die gesamte Arbeitswelt ist in permanenter Veränderung. Deshalb braucht es Orientierung, Konsens und Sichtbarkeit, die es ermöglichen, funktionierende Geschäftsmodelle, Führungsansätze und Handlungsoptionen in diesem beweglichen Rahmen zu entwickeln. Dies gilt besonders für den strategischen Bereich der Positionierung und die Verortung von unternehmerischen Entscheidungen. Aber auch Arbeitszeiten, Vermarktung, Akquisition und Produkte müssen überdacht, verändert und angepasst werden. Für die erforderliche Orientierung hält Johannah Illgner Prinzipien und Haltung im Prozess für fundamental und unverzichtbar. „Institutionen, Unternehmen und andere Einrichtungen, die sich dieser so wichtigen Basis verweigern, sind meiner Ansicht nach nicht zukunftsfähig“, ist sie sicher.


Bei sich selber anfangen

Johannah Illgner weiß, wovon sie spricht. Im eigenen Unternehmen und im Rahmen ihres vielfältigen Engagements für die Zivilgesellschaft hat sie erkannt, dass der Fokus auf eine gelebte Diversität ein erfolgversprechender Anker ist, um Sinnstiftung, gemeinsame Werte und eine stabile Haltung zu entwickeln, die authentisch umgesetzt und gelebt werden kann. Darauf baut ihre Vision einer veränderten Gesellschaft, die ehrlich und nachhaltig Raum für Menschen mit diversen Biografien in allen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, politischen und medialen Zusammenhängen bietet.


Von Menschen für Menschen

Es gilt, sich auf das menschzentrierte Neudenken zahlreicher Aspekte einzulassen. Dieser Anspruch in Kombination mit den persönlichen Grundwerten ist die Basis der Geschäftsidee von Plan W; Haltung, Werte und Prinzipien sind hier verkörpert durch die handelnden Personen, im Teamkollegium und in jeder beruflichen Partnerschaft.


Vorbild sein heißt vorleben

Wie aber wird Haltung zum Erfolgsfaktor für Unternehmen? Natürlich braucht es hierfür Strategien, die zur wirtschaftlichen Wertschöpfung und zu den Menschen eines Unternehmens passen. Hinzu kommt – ganz wichtig – der Faktor Authentizität. „Werte müssen gelebt und vorgelebt werden, d.h. Haltung, Verhalten und Handeln des Unternehmens, der Führungskräfte und der Mitarbeiterschaft müssen jederzeit glaubwürdig erkennbar sein und sogar im Privaten – zumindest im Großen und Ganzen – dazu passen“, so Illgner.


Im Anschluss an diese Ausführungen gab es verschiedene Fragen zu pragmatischen Handlungsansätzen und Entscheidungshilfen, um in Sachen Haltung zu Reflexion, Strategie und Umsetzung zu kommen. Ein Gast und Experte aus der Hirnforschung erweiterte genau dieses Thema um erklärende Facetten aus dem Spannungsbogen von Mindset und Emotionalität und ließ erkennen, wie komplex und anspruchsvoll der Weg in Veränderung für das menschliche Gehirn ist. Gegebenenfalls ist es also lohnend, sich für den Start wie auch fürs Durchhalten entsprechende Expertise ins Unternehmen holen.


Über das IHK-Netzwerk Gesellschaftliche Verantwortung

Die IHK Rhein-Neckar versteht sich als Mitmach-Organisation und organisiert sich dafür in thematisch angelegten Netzwerken. Hier bringen sich Menschen ein und setzen Impulse für ihre Branche, die Wirtschaft insgesamt und die Zukunft der Region. Ziel des Netzwerks für gesellschaftliche Verantwortung ist es, soziales, kulturelles und ökologisches Engagement von Firmen sichtbar zu machen, den Austausch zum Thema Corporate Social Responsibility (CSR) in der Metropolregion Rhein-Neckar zu fördern und Fachwissen rund um die Schwerpunkte gesellschaftlicher Verantwortung in Unternehmen zu vermitteln.

Zu den Frühstücksveranstaltungen bei wechselnden Gastgeber*innen treffen sich Gäste aus dem Netzwerk mehrmals im Jahr zum Austausch und zur gegenseitigen Vorstellung ihrer Konzepte. Aktuell findet das Format als digitale Frühstückspause ausschließlich als Livestream statt. Die Teilnahme ist kostenlos.


Weitere Infos sowie alle Aktivitäten des Netzwerks Gesellschaftliche Verantwortung finden sich ab sofort auf LinkedIn in einer eigenen Gruppe unter https://www.linkedin.com/groups/12498973/


Organisation, Kuratieren, PR und Moderation @Anja Roth für die IHK Rhein-Neckar


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